Die DIN SPEC 14027 gibt Organisationen eine durchgängige Struktur für physische Resilienz. Wir unterstützen dabei, diese Struktur sinnvoll zu nutzen, sie an den richtigen Stellen zu ergänzen und die eigenen Erwartungen realistisch zu setzen.
Physische Resilienz war in vielen Organisationen bisher auf mehrere Bereiche verteilt: Werkschutz, Facility, BCM, HR, Krisenstab. Die DIN SPEC 14027 beschreibt diese Themen erstmals in einer zusammenhängenden Gliederung und in einer Sprache, die alle Beteiligten nutzen können.
Darin liegt ihr praktischer Wert. Sie schafft einen gemeinsamen Bezugspunkt für die interne Klärung: Welche Handlungsfelder gibt es, wer ist zuständig, wo steht die Organisation heute. Für Unternehmen, die das Thema zum ersten Mal systematisch angehen, ist das ein brauchbarer Ausgangspunkt.
Ebenso hilfreich ist es, ihren Anwendungsbereich und ihre Grenzen zu kennen. Wir sprechen beides vor einem Projekt an, nicht danach.
„Physische Resilienz ist kein zusätzliches Sicherheitsthema. Sie ist die Voraussetzung dafür, dass Organisationen handlungsfähig bleiben, wenn Standorte, Menschen, Lieferketten oder kritische Abläufe unter Druck geraten."
Um einen Rahmen, der physische Resilienz von Organisationen strukturiert beschreibt, von Standortschutz über Lagebild bis Krisenmanagement.
Weil sie einen gemeinsamen Bezugspunkt schafft: für interne Klärung, nachvollziehbare Entscheidungen und die Erwartungen von Kunden, Partnern und Aufsicht.
Resilienz wird zur Steuerungsaufgabe: mit klaren Rollen, Bewertungskriterien und Entscheidungswegen, die einzelne Maßnahmen zu einem System verbinden.
Weil Standortrealität, BCM, HR, Operations und Management zusammenspielen müssen, damit Resilienz im Ernstfall trägt.
Die DIN SPEC 14027 „Corporate Security" wurde am 20. März 2026 veröffentlicht. Sie entstand auf Initiative des Bundesministeriums des Innern im Rahmen der Nationalen Wirtschaftsschutzstrategie und wurde von über 40 Organisationen aus Wirtschaft, Behörden und Wissenschaft erarbeitet. Auf rund 200 Seiten beschreibt sie Anforderungen zur Stärkung der physischen Resilienz von Organisationen, einen All-Gefahren-Ansatz und ein gestuftes Security-Level-System von A (sehr hoch) bis D (niedrig), das unabhängig von Branche und Organisationsgröße anwendbar ist.
Die Spezifikation umfasst 16 Handlungsfelder in den Abschnitten 5 bis 20. Continuitylab fasst diese in acht Bereiche zusammen. Diese Struktur bildet auch die Grundlage unserer interaktiven Mindmap und unseres E-Learning-Kurses zur DIN SPEC 14027.
Zweck, Nutzergruppen und der All-Gefahren-Ansatz, der physische und digitale Sicherheit zusammenführt.
Assets identifizieren, Schutzziele ableiten und den Schutzbedarf über eine Matrix aus Kritikalität und Bedrohungsintensität bestimmen. Die Schutzbedarfsermittlung liefert eine Priorisierung, keine vollständige Risikobeurteilung.
Der Lagebild-Prozess in fünf Phasen, von der Informationssammlung über das Monitoring bis zu Lageprodukten und Reporting.
Zonenmodell und Perimeterschutz, Zutrittsmanagement, bauliche Härtung und Versorgungssicherheit.
Störung, Notfall und Krise klar abgrenzen, mit Stabsarbeit und Business Continuity Management.
Know-how-Schutz, Personenschutz, Veranstaltungsschutz, Reisesicherheit und Lieferkettensicherheit.
Sicherheitskultur und Sensibilisierung, Integritätsprüfung, interne Untersuchungen und Bedrohungsmanagement.
Aufbau eines Corporate Security Managementsystems, Steuerung von Dienstleistern und kontinuierliche Verbesserung.
Sie entsteht im PAS-Verfahren, also durch ein Konsortium, und ist nicht Teil des Deutschen Normenwerks. Als Strukturvorlage bleibt sie gut nutzbar. Eine rechtliche oder normative Verbindlichkeit ergibt sich daraus aber nicht. Wer intern von einer Norm spricht, erzeugt leicht eine Erwartung, die das Dokument nicht einlösen kann.
Die Pflichten aus dem KRITISDachG bestehen unabhängig von der DIN SPEC 14027. Die nationalen Risikoanalysen und die methodischen Vorgaben nach § 12 Abs. 3 KRITISDachG stehen derzeit noch aus. Arbeiten nach der DIN SPEC können Vorarbeit leisten und Strukturen schaffen, die später anschlussfähig sind. Als Erfüllungsnachweis eignen sie sich nicht.
Die Schutzbedarfsermittlung der DIN SPEC 14027 liefert eine nachvollziehbare Priorisierung. Eine Risikobeurteilung im Sinne der DIN ISO 31000:2018 ersetzt sie nicht. Für Entscheidungen mit Haftungsrelevanz empfehlen wir, die ISO 31000 als methodischen Bezugsrahmen beizubehalten und die Methodik je nach Gefahrenart zu wählen.
Ein Hochwasser, ein Sabotageversuch und ein Vorfall im Personalbereich lassen sich sinnvoll nicht mit demselben Verfahren bewerten. Der All-Gefahren-Ansatz bedeutet, keine Gefahrenart auszulassen. Er bedeutet nicht, alle Gefahren einheitlich zu behandeln. Wo eine eigene Methodik nötig ist, weisen wir darauf hin.
Die DIN SPEC 14027 entstand im Rahmen der Nationalen Wirtschaftsschutzstrategie. Entsprechend ausführlich behandelt sie Spionage, Sabotage, Innentäter und Know-how-Schutz. Bauliche und technische Schutzmaßnahmen sowie Gefahren außerhalb des Wirtschaftsschutzes sind knapper abgebildet. Das ist eine Aussage über den Anwendungsbereich, nicht über die Qualität. Für die Praxis heißt es: An diesen Stellen ist ergänzende Arbeit nötig.
Integritätsprüfung, interne Untersuchungen und Bedrohungsmanagement berühren Arbeitsrecht, Datenschutz und Mitbestimmung. Die Handlungsfelder beschreiben fachliche Möglichkeiten. Ob eine Maßnahme im Einzelfall zulässig ist, ist eine Rechtsfrage. Wir zeigen, wo diese Fragen entstehen, und empfehlen dann anwaltliche Beratung. Rechtsberatung erbringen wir nicht.
Wählen Sie den Einstieg, der zu Ihrer aktuellen Frage passt. Jeder Schritt ist anschlussfähig an den nächsten: vom ersten Orientierungswert über die vertiefende Bewertung bis zur laufenden Maßnahmenverfolgung im Kundenportal.
DIN SPEC 14027 für die Geschäftsführung eingeordnet, kompakt und entscheidungsorientiert.
Kostenloser Online-Selbsttest für eine erste Einordnung der physischen Resilienz. Der Quick Check fragt bewusst keine kritischen Detailinformationen zu konkreten Schwachstellen, Standorten oder Schutzlücken ab.
Vertiefende Bewertung der relevanten Resilienz-Dimensionen. Kritische Detailinformationen erheben qualifizierte Beraterinnen und Berater persönlich und verarbeiten sie lokal, offline nutzbar und verschlüsselt.
Geschützter Kundenbereich zur Nachverfolgung von Orientierungswert, Handlungsfeldern, Ampeln und Maßnahmenstand. Das Portal zeigt verdichtete Ergebnisse, aber keine vollständigen Schwachstellen-Rohdaten.
Für Teams aus Security, BCM, Risk, Operations und Management.
Für die gesamte Organisation, nicht nur einzelne Teams.
Lernen Sie die DIN SPEC 14027 in unserem kostenlosen Online-Kurs „Corporate Security als Managementaufgabe" kennen: acht Lektionen, im eigenen Tempo.
Kurs kostenlos startenDer Quick Check ist bewusst als sicherer Einstieg konzipiert: Er liefert einen ersten Orientierungswert, ohne konkrete Schwachstellen, operative Schutzlücken oder vertrauliche Standortdetails online abzufragen. Sensible Detaildaten entstehen erst in der vertiefenden Beratung, erhoben durch Menschen, lokal verarbeitet, offline nutzbar und verschlüsselt geschützt.
Der Quick Check fragt keine kritischen Schwachstellen-Details ab. Er dient der ersten Selbsteinschätzung und zeigt, welche Handlungsfelder näher betrachtet werden sollten.
Kritische Detailinformationen werden nicht über die Website oder ein Online-Formular erhoben. Sie werden im folgenden Beratungsprozess durch qualifizierte Beraterinnen und Berater aufgenommen und lokal verarbeitet.
Vollständige Erfassungsdaten werden nicht in unsicheren Cloud-Ablagen gespeichert. Sie bleiben in einer kontrollierten, verschlüsselten Arbeitsumgebung. Für vertrauliche Zusammenarbeit werden Dateien verschlüsselt übertragen.
Das Ergebnis: Interessenten können den Quick Check niedrigschwellig nutzen, ohne kritische Detailinformationen preiszugeben. Vertrauliche Schwachstellen-Daten werden erst im Beratungsprozess erhoben, durch Menschen, lokal, offline nutzbar und verschlüsselt.
Physische Resilienz verlangt unterschiedliche Kompetenzen: Bewertung, Umsetzung, Befähigung, organisatorische Entwicklung. Wir arbeiten dafür in einem Verbund eigenständiger Partner.
Die Rollen bleiben dabei getrennt. Bewertung und Umsetzung liegen nicht zwangsläufig in derselben Hand, und die Prüfung der Wirksamkeit ist von der Umsetzung unterscheidbar. Sie können jede Leistung einzeln beziehen, mit uns, mit einem der Partner oder mit einem Anbieter Ihrer Wahl. Diese Trennung ist uns wichtiger als ein möglichst geschlossenes Angebot.




Die meisten lassen sich schließen, bevor sie zum Problem werden. Unsere Checkliste hilft beim ersten Abgleich.
Checkliste herunterladenWir melden uns mit einem passenden Vorschlag, pragmatisch, vertraulich und ohne Verpflichtung.
Eine DIN SPEC ist kein Gesetz und keine Zertifizierungsgrundlage. Sie ist eine veröffentlichte Spezifikation, die als Strukturvorlage nutzbar ist. Sie hilft, physische Resilienz strukturiert zu bewerten und intern wie extern nachvollziehbar zu machen.
Nein. Sie ist eine im PAS-Verfahren erarbeitete Spezifikation und nicht Teil des Deutschen Normenwerks. Als Strukturvorlage bleibt sie nützlich, eine Verbindlichkeit entsteht daraus nicht.
Nein. Die Pflichten bestehen unabhängig, und die methodischen Vorgaben des Gesetzgebers stehen noch aus. Arbeiten nach der DIN SPEC können Vorarbeit leisten, ersetzen aber keinen Nachweis. Ob und wie Sie betroffen sind, ist eine Rechtsfrage und gehört zu einer Anwältin oder einem Anwalt.
Nein. Physische Resilienz entsteht im Zusammenspiel von Security, BCM, Operations, Facility, HR und Management. Genau deshalb ist sie eine Steuerungsaufgabe für die Führung, nicht nur für eine Abteilung.
BCM sorgt dafür, dass kritische Abläufe weiterlaufen. Physische Resilienz adressiert die Voraussetzung dafür: Standorte, Infrastruktur und Menschen. BCM ohne physische Resilienz bleibt Theorie. Beide gehören zusammen.
Für alle, die schnell und ohne Vorbereitung eine erste Einschätzung wollen, typischerweise Verantwortliche aus Security, BCM, Risk oder Geschäftsführung. Er liefert eine Standortbestimmung und bereitet das interne Gespräch vor.
Kompakt und entscheidungsorientiert: Wir ordnen die DIN SPEC 14027 für Ihr Unternehmen ein, zeigen relevante Handlungsfelder auf und schaffen eine gemeinsame Entscheidungsgrundlage für die nächsten Schritte, typischerweise in 60 bis 90 Minuten.
Ausdrücklich ja. Es geht darum, Vorhandenes einzuordnen, Lücken zu erkennen und Maßnahmen in ein belastbares Gesamtsystem zu überführen.
Eine zentrale. E-Learning allein reicht nicht, aber ohne E-Learning erreicht Awareness nie die ganze Organisation. Die Kombination aus Training, Simulation und E-Learning sorgt dafür, dass Verhalten in kritischen Situationen tatsächlich trägt.
Nein. Der Quick Check ist ein niedrigschwelliger Einstieg und liefert einen ersten Orientierungswert. Er ersetzt kein Audit, keine Zertifizierung und keinen DIN-SPEC-Erfüllungsnachweis. Er hilft dabei, Handlungsfelder sichtbar zu machen und das nächste Gespräch vorzubereiten.
Nein. Der Quick Check fragt bewusst keine kritischen Detailinformationen zu konkreten Schwachstellen, Standorten oder operativen Schutzlücken ab. Er liefert einen ersten Orientierungswert und zeigt, welche Handlungsfelder im nächsten Schritt betrachtet werden sollten.
Vertrauliche Detaildaten werden nicht über ein Online-Formular erhoben. Sie entstehen erst in der vertiefenden Beratung und werden durch qualifizierte Beraterinnen und Berater aufgenommen. Die Verarbeitung erfolgt lokal, offline nutzbar und verschlüsselt.
Nein. Das Kundenportal zeigt verdichtete Ergebnisse wie Orientierungswert, Ampeln je Handlungsfeld, Maßnahmenstand und Auswertungen. Wörtliche Schwachstellen-Beschreibungen und vollständige Erfassungsdaten werden dort nicht abgelegt.
Nein. Vertrauliche Inhalte werden nicht per E-Mail versendet. Vollständige Erfassungsdaten werden nicht in unsicheren Cloud-Ablagen gespeichert. Für vertrauliche Zusammenarbeit wird mit verschlüsselter Verarbeitung und geschütztem Austausch gearbeitet.
Weil eine realistische Erwartung die Grundlage für ein tragfähiges Projekt ist. Wir nutzen die DIN SPEC 14027 dort, wo sie gut trägt, und benennen offen, wo ergänzende Arbeit oder eine andere Fachdisziplin nötig ist.